25.02.2025

„Gesteckte Ziele wurden erreicht“

Einsatzübung der Fachzüge "Wassertransport" und "Personalreserve"

Einweisung in die Lage

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Eine Einsatzübung der Fachzüge Wassertransport und der Personalreserve vom Landkreis Peine fand am Samstag in der Gemeinde Edemissen statt. Die angenommene Lage war eine Brandausbreitung, die drohte, auf ein Industriegelände überzugreifen. Die Übung wurde von Frank Tschirner und Jens Böker ausgearbeitet.

Nach der Lageerkundung wurde der Fachzug „Personalreserve“ aus der Gemeinde Hohenhameln zur Brandbekämpfung eingesetzt. Der Fachzug Wassertransport musste aus dem naheliegenden See ca. 4 km im Pendelverkehr für genügend Wasser sorgen. Zwischenzeitig zog Rauch in eine Industriehalle, wo Menschen vermisst wurden. Mehrere Trupps unter Atemschutz drangen in das verqualmte Gebäude ein und suchten nach den vermissten Personen ab. Die Lage sah für die Feuerwehren auf den ersten Blick nach einer Standardeinsatzlage aus. Als aber noch mehr Personen vermisst wurden, wurde die Suche ausgeweitet und eine Person wurde außerhalb des Gebäudes in einen 4 metertiefen Schacht gefunden eine weiter auf einem Silo in 15meter Höhe. Somit mussten Personen aus Schächten und vom Silo gerettet werden, parallel lief die Suche unter Atemschutz im Gebäude weiter.

Gleichzeitig konzentrierten sich die Kräfte auf die Brandbekämpfung im Außenbereich, so konnten mehrere Riegelstellungen das Übergreifen des Feuers auf ein Waldstück verhindern. Auch ein Nachbargebäude wurde vorsorglich geräumt.

Ziel war es, unter Atemschutz der Trupps die vermisste Übungspuppe zu finden und ständig genügend Wasser zu bevorraten. Wichtig war es auch, die große Maschinenhalle sehr strukturiert, schnell und effizient abzusuchen. Ebenso wichtig war der ständige Funkkontakt zum verantwortlichen Abschnittsleiter und der Atemschutzüberwachung, denn bei einem Atemschutznotfall kann der Sicherungstrupp die Suche des verunfallten Trupps leichter lokalisieren. Zur Brandbekämpfung wurden drei handgeführte Rohre und später über Wasserwerfer im Außenangriff, drei C-Rohre im Innenangriff eingesetzt werden. Ein Dank an die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreis Peine die zuständig für die Wartung und Überprüfung der Einsatzgeräte sind, die für die Übung benötigt wurden, die FF Abbensen für das ausrichten des Frühstücks. Aber auch an Fabian Herrosé

Werkleiter von thomas betonbauteile Löbnitz GmbH für das Üben auf dem Gelände sowie in den Gebäudeteilen.

Geleitet wurde der Übungseinsatz von den Stell. Zugführen Sebastian Strelau und Lukas Tschirner. Über die Einsatzleitfahrzeuge wurde der gesamte Funkverkehr abgewickelt. Zudem wurde eine Lagekarte geführt, um einen aktuellen Überblick über das Einsatzgeschehen zu erhalten. Nach rund drei Stunden waren alle Aufgaben abgearbeitet.

Bei einer ersten Übungsnachbesprechung unter den Zugführern und Gruppenführern zeigten sich Frank Tschirner und Jens Böker zufrieden: „Alle haben ihr Ziel erreicht. Klar sind auch Fehler gemacht worden, aber um diese aufzudecken, machen wir diese Übungen.“

Vor der Übung stärkten sich die Einsatzkräfte im Abbensener Gerätehaus mit einem ausgiebigen Frühstück.

Im Einsatz waren rund 55 Feuerwehrmänner und -frauen und Übungsbeobachter.

Nach der Übung konnten erschöpft, aber immer noch motiviert alle Einsatzkräfte nach gut 8 Stunden wieder zu ihren Standorten einrücken.

Bericht und Bilder:

Frank Tschirner Zugführer Fachzug Wassertransport

Jens Böker Zugführer Fachzug Personalreserve Peine West

Text: Tanja Rißland


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