24.08.2013

Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost übt im Landkreis Helmstedt

Im Landkreis Helmstedt ist ein Passagierflugzeug abgestürzt, sofort wird Katastrophenalarm ausgelöst. Zur Unterstützung wird die Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost des Landkreises Peine angefordert

„Im Landkreis Helmstedt ist ein Passagierflugzeug abgestürzt, sofort wird Katastrophenalarm ausgelöst. Zur Unterstützung wird die Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost des Landkreises Peine angefordert.“ Die Alarmierung erfolgte am Samstag, den 24.08. zu 9:00 Uhr in den Bereitstellungsraum FTZ. Unverzüglich schickte Kreisbrandmeister Lothar Gödecke 115 Kameraden aus Edemissen, Vechelde und Wendeburg in 20 Feuerwehrfahrzeugen auf den Weg nach Helmstedt. Unter Führung des Stellvertretenden Bereitschaftsführers Karl-Heinz Haugwitz erreichten die Feuerwehren den zugewiesenen Einsatzort Bahrdorf. Im Waldgebiet Niendorp südlich von Bahrdorf sind Rauchfahnen zu sehen; durch brennende Triebwerke und auslaufende Treibstoffe geriet der trockene Wald in Brand. Da ein Passagierflugzeug abgestürzt ist, ist mit einer ungewissen Anzahl Verletzter, Schwerverletzter und auch Toten zu rechen.

Einsatzleiter Karl-Heinz Haugwitz schickte sofort die Zugführer zur Erkundung. Abgeknickte und umgestürzte Bäume versperrten die Zufahrt und mussten zunächst von den Fachzügen Wassertransport (WT) und Technische Hilfe (TH) mit Motorsägen und Winde beseitigt werden. Auf schmalen Waldwegen wurde nach ca. 1 km die Absturzstelle erreicht. Aus den Tanklöschfahrzeugen wurden Flammen gelöscht, dazwischen liefen schreiende Verletzte und lagen Brandverletzte. Zur Brandbekämpfung baute der Fachzug Wasserförderung eine Schlauchleitung über 1,6 km auf, der Fachzug Personalreserve (PReserve) unterstützte bei der Versorgung der Verletzten. An Sammelpunkten wurden die Verletzten registriert, verbunden und versorgt und dann auch abtransportiert. Wegen der engen Wege ist eine Fahrzeugbewegung im Wald nur beschränkt möglich, sodass An- und Abfahrt durchdacht organisiert werden mussten. Inzwischen wurde die von der Fluggesellschaft angeforderte Passagierliste geliefert und mit den 39 registrierten Personen verglichen.

Gegen 14:30 Uhr wurde Feuer aus gemeldet, bei der Nachsuche keine weitere Person gefunden.

Der Verpflegungszug der Kreisfeuerwehr Helmstedt hatte inzwischen Gulasch mit Nudeln gekocht, sodass nach dieser Stärkung die Heimfahrt angetreten werden konnte.

Als Fazit zogen die für die Übungsausarbeitung verantwortlichen Tobias Schierding (Helmstedt) und Andreas Knorr (Vallstedt) einen guten Verlauf und die Erkenntnis, dass Erkundung im fremden Gebiet besonders sorgfältig zu erfolgen habe. Die Zusammenarbeit mit der Kreisfeuerwehr Helmstedt wird fortgesetzt.

Text: Martin Ahlers


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