31.10.2019

Feuerwehr auf Reisen in den Thüringer Wald

„Wenn einer eine Reise macht, so kann er was erleben.“ Mit dieser Einstellung sind 48 Teilnehmer in die diesjährige 4-Tages-Fahrt des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) in den Thüringer Wald gestartet.

Die Reisegruppe nach dem Besuch des Bratwurstmuseums in Arnstadt

An der von Martin Ahlers und Siegfried Klein bestens organisierten Fahrt nahmen Kameraden/innen aus fast allen Gemeinden teil, darunter auch 9 Teilnehmer, die erstmalig im Kreise der Feuerwehr dabei waren.

Auf der Hinfahrt haben wir die Lutherstadt Eisleben kennen gelernt. Das Denkmal von Martin Luther steht auf dem Marktplatz. Doch auch das Geburtshaus sowie das Sterbehaus haben wir gesehen. Und imposant war in der St. Petri-Pauli-Kirche das Taufbecken – ein beeindruckender Ganzkörper-Taufbrunnen - , in dem Martin Luther am 11.11.1483 getauft wurde. Vom Seminar- und Sporthotel in Friedrichsroda aus haben wir dann interessante Tagestouren unternommen.

Die große Rundfahrt durch den Thüringer Wald führte uns ins Schwarzatal, wo wir mit der Oberweißbacher Bergbahn, der steilsten Standseilbahn der Welt, gefahren sind. Glas- und Porzellanhandwerk brachten Arbeit und Reichtum in die ansonsten entlegenen Höhen im Thüringer Wald. Dieses konnten wir in der „Greiner Glas Manufaktur“ in Neuhaus am Rennweg nachvollziehen, wo uns Glasbläser die Herstellung von Glaskunst vorführten. Übrigens: die Weihnachtskugel wurde 1847 in Thüringen erfunden – in dem Örtchen Lauscha. Höhen im Thüringer Wald haben wir in Oberhof (815 m) beschritten. Die beeindruckenden Sportanlagen, die im Winter oft genug im TV zu sehen sind, werden auch in der schneefreien Zeit zu Skisprung- und Biathlontraining genutzt.

Thüringen ohne Bratwurst geht natürlich nicht. So haben wir in Holzhausen das 1. Deutsche Bratwurstmuseum besichtigt und in einem Vortrag alles zur Wurst erfahren. Und auch, dass es nicht die „Thüringer Bratwurst“ gibt, sondern doch regional unterschiedlich gewürzte Bratwurst. Egal: die Verkostung war sehr gut. Anschließend wurden wir in einer kleinen Brauerei in Arnstadt, der ältesten Stadt Thüringens, in der Braukunst unterrichtet.

Auf der Rückfahrt besuchten wir Eisenach am Fuß der Wartburg. Hier führte uns Tante Frieda, die „lebendige Zeitung“, durch ihre Stadt. Nach den Spuren von Martin Luther sind wir hier dem Wirken von Johann Sebastian Bach begegnet.

Auch in 2020 wird es wieder auf Reisen gehen. Auf der Rückfahrt wurden erste Reisepläne geschmiedet.

Text: Martin Ahlers


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