19.10.2019

Fachzug Bahn besichtigt Rettungszug der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn unterhält in Deutschland 7 Rettungszüge, einer davon ist in Hildesheim stationiert. Der Fachzug Bahn, der im Landkreis Peine bei Bahnunfällen die Erdung der Oberleitung vornimmt und in der Gemeinde Lengede angesiedelt ist, besichtigte am Samstag, den 19.10.2019 diesen Rettungszug.

Gruppenfoto Fachzug Bahn mit Patrick Wolpers (1. Reihe links) und Zugführer Gerd Baas-Becker (rechts daneben)

Zugführer Gerd Baas-Becker hatte für die Besichtigung Kontakt zur Berufsfeuerwehr Hildesheim aufgenommen, die im Notfall den Rettungszug gemeinsam mit dem Rettungsdienst besetzt. Patrick Wolpers von der Berufsfeuerwehr Hildesheim erläuterte die Besonderheiten des Zuges und die Vorgehensweise bei einem Tunneleinsatz: der Zugführer und zunächst auch die Feuerwehrbesatzung halten sich in einem umluftunabhängigen Bereich des Zuges auf, so dass der Zug in einen verrauchten Tunnel einfahren kann. Durch eine Schleuse gelangen die zwischenzeitlich mit Atemschutzgerät ausgestatteten Feuerwehreinsatzkräfte in den Bereich des Zuges, in dem ihr Arbeitsgerät, umfangreiches Rettungsgerät sowie Löschausrüstung, verlastet ist. Auch Löschmittel sind im Zug vorrätig: 20.000 Liter Wasser und 250 Liter Schaummittelkonzentrat ermöglichen einen autarken Brandeinsatz.

Werden Personen gerettet, werden sie von den Feuerwehrleuten in den Sanitätsabschnitt des Zuges gebracht und hier von der Rettungsdienstbesatzung, die wiederum einen umluftunabhängigen Arbeitsbereich im hinteren Bereich des Zuges hat, versorgt. Sind die Patientenplätze belegt, wird der Zug getrennt und fährt mit einer zweiten Lokomotive, die sich am Ende des Zuges befindet, aus dem Tunnel, um die Verletzten einer weiteren Versorgung zuzuführen. Soweit notwendig, fährt dieser Teil des Zuges wieder zurück in den Tunnel, wird mit dem dort verbliebenen Zugteil verbunden und kann erneut Patienten aufnehmen.

Die Mitglieder des Fachzuges Bahn zeigten sich beeindruckt von der umfangreichen und gut durchdachten Einsatztechnik.

Text: Kathrin Zimmermann


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