01.02.2015

Fachzug Technische Hilfe übt im Betonwerk

Am Freitag, den 30.01.2015 übte der Fachzug Technische Hilfe der Kreisbereitschaft West auf dem ehemaligen Betonwerk in Equord. Ausgangslage war ein starker Wintereinbruch: eine auf dem Gelände stehende Halle mit Flachdach war durch zu hohe Schneelast eingestürzt. Mehrere Personen wurden vermisst. Die vom stellvertretenden Zugführer Andree Brathering geplante Übung stellte die 22 Einsatzkräfte aus der Gemeinde Hohenhameln gleich vor mehreren Herausforderungen:

Suche nach Verschütteten

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Im ersten Teil der Übung war eine Person auf einem zugefrorenen Teich ins Eis eingebrochen. Die erste Aufgabe bestand darin, einen Geräteablageplatz zu schaffen. Alle Gerätschaften, die zur Eisrettung benötigt werden, wurden bereit gelegt. Dieser Übungsteil sollte die Kameradinnen und Kameraden schulen, die für diese Rettung benötigten Hilfsmittel zusammen zu stellen.

Im zweiten Teil war ein Flachdach einer auf dem Gelände stehenden Halle durch zu hohe Schneelast eingestürzt. Es galt ein Dutzend Verletzte aus den Trümmern zu retten. 22 Rettungskräfte suchten in den meterhohen Trümmern aus Stahl und Beton. Die Kameradinnen und Kameraden leuchteten den Einsatzort großflächig aus und ermöglichten so die Arbeiten in der Dunkelheit. Hier stand der Eigenschutz im Vordergrund. Zunächst mussten die Trümmerteile abgetragen werden, danach wurden einige Hohlräume unter der Übungsstelle stabilisiert. Erst dann konnte mit der Suche nach den Vermissten begonnen werden. Zur patientengerechten Rettung wurden schwere hydraulische sowie weitere technische Geräte eingesetzt.

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich von Anfang an als schwierig, neben der schweren Arbeit und der Dunkelheit machte das Winterwetter die Übung nicht leichter. Aber aus diesem Grund wurde die Übung in den Januar gelegt, es soll auch bei widrigen Gegebenheiten geübt werden. Zugführer Jens Böker bedankte sich im Anschluss an die Übung bei den Kameradinnen und Kameraden für die gute Leistung, die auf einen Freitagabend bis spät in die Nacht ehrenamtlich erbracht wurde. Ein weiterer Dank galt Tiefbau-Unternehmer Matthias Rauls für das zu Verfügung gestellte Gelände.

Text: Kathrin Zimmermann

Fotos: Jens Böker


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