20.09.2014

Sommerchaos - Übung am 20.09.2014

„Sommerchaos“

Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft West des Landkreises Peine am 20.09.2014

auf dem Gelände der NABK Niedersachsen in Celle/ Scheuen

Die Kreisbereitschaft West der Kreisfeuerwehr Peine übte am Samstag, den 20.09.2014 unter dem Stichwort „Sommerchaos“ auf dem Gelände der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle- Scheuen.

Zunächst musste der Weg freigemacht werden

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Das „Chaos“ war in Form von heftigen Unwettern über Niedersachsen besonders im Raum Celle eingezogen, so dass Verstärkung aus Peine zum Auswechseln der erschöpften Celler Einsatzkräfte angefordert wurde. Aufgabe der Peiner sollte die Unterstützung bei den Aufräumarbeiten sein. Vor Ort wurden die zusätzlichen Einsatzkräfte jedoch durch ein weiteres Unwetter mit einer komplexen Einsatzlage konfrontiert: in einem Ortsteil von Scheuen waren durch ein Gewitter umfangreiche Schäden entstanden. Durch Blitzeinschläge wurden Häuser und Industrieanlagen beschädigt, unter anderem stand ein Landschulheim in Brand. Ein Waldbrand drohte auf den Ortsteil überzugreifen. Personen wurden im Wald und auf der Industrieanlage vermisst. Kinder und Erwachsene waren im Landschulheim eingeschlossen.

Die Züge der Kreisbereitschaft West hatten folgende Aufgaben zu bewältigen:

Der Wassertransportzug übernahm die Waldbrandbekämpfung und Personensuche. Zusätzlich war ein Wassertransport zur Brandbekämpfung aus der Justizvollzugsanstalt Salinenmoor in das Waldstück notwendig.

Bei der Rettung der verletzten Personen war Geschick erforderlich: beispielsweise war ein Unterstand eingestürzt und hatte einen Menschen unter sich eingeklemmt. Eine andere Person war in eine Grube gestürzt und musste daraus befreit werden.

Zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Bereich des Landschulheimes wurde der Personalreservezug eingesetzt. Hierzu gehörte die Versorgung und Betreuung der Verletzten und Geretteten.

Der Wasserförderzug stellt eine Wasserentnahmestelle her und sorgte für eine Wasserförderstrecke zum Landschulheim. Darüber hinaus wurde Personal an den Personalreservezug zur Unterstützung abgegeben.

Der Technische Hilfeleistungszug suchte und rettete vermisste Personen aus dem Bereich der Industrieanlage und auf dem Abenteuerspielplatz, darüber hinaus war deren Betreuung sicherzustellen. Die besondere Herausforderung lag in der Rettung von Verletzten von einem Turm. Die Personen wurden auf Tragen sicher befestigt und mit Seilen heruntergelassen.

Die rund 130 Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung von Bereitschaftsführer Reinhard Meyer bewältigten die Aufgaben zur absoluten Zufriedenheit von Kreisbrandmeister Rüdiger Ernst, der sich gemeinsam mit seinen Stellvertretern Hans- Peter Bolm und Martin Ahlers persönlich vom guten Ausbildungsstand der Einsatzkräfte überzeugte. Auch der Erste Kreisrat Henning Heiß besuchte das Übungsgelände und besichtigte die realitätsnah ausgearbeiteten Übungsszenarien.

Text: Kathrin Zimmermann

Fotos: Kathrin Zimmermann


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