09.06.2014

Rauchmeldertag am 13.06.2014

Auch ein Rauchmelder braucht Pflege

Freitag, der 13. Juni ist bundesweiter Rauchmeldertag

Bei einem Brand ist vieles abgesichert: das Auto, das eigene Haus, das

Inventar. Alles ist ersetzbar. Doch wie sieht es mit unserem Leben aus? Wer

beschützt bei einem Brand in den eigenen vier Wänden mein Leben und das

meiner Familie? Rauchmelder. Deswegen gibt es mittlerweile in 13

Bundesländern eine gesetzlich vorgeschriebene Rauchmelderpflicht. Viele

Vermieter sind ihren Pflichten zur Installation von Rauchmeldern bereits

nachgekommen. Wohnungs- und Hauseigentümer, die ihr Eigentum selbst

bewohnen, sind jedoch oft unzureichend informiert. Deshalb stehen sie beim

diesjährigen Rauchmeldertag am 13. Juni 2014 im Vordergrund.

Worauf beim Kauf eines Rauchmelders geachtet werden sollte:

Rauchmelder müssen mit dem CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe

„EN 14604“ versehen sein. Aufgrund der Tatsache, dass das CE-Zeichen an

einem Rauchmelder aber keine Aussage über dessen Qualität trifft, sondern

nur besagt, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf, gibt es seit

2012 das unabhängige Qualitätszeichen „Q“. Rauchmelder mit dem „Q“

werden einer erweiterten Qualitätsprüfung unterzogen. Sie werden auf ihre

Langlebigkeit geprüft, weisen eine deutliche Reduktion von Falschalarmen

auf, haben eine erhöhte Stabilität, z. B. gegen äußere Einflüsse, und eine fest

eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren

verfügt. „Damit Käufern, die besonderen Wert auf Qualität und

Zuverlässigkeit legen, eine verlässliche Entscheidungshilfe geboten werden

kann, gibt es das „Q“ als unabhängiges Qualitätszeichen“, erklärt Christian

Rudolph, Vorsitzender des Forums Brandrauchprävention e.V.

Wie und wo Rauchmelder installiert werden müssen:

Laut den Bauordnungen der Bundesländer mit Rauchmelderpflicht müssen

Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmern sowie in Fluren angebracht

werden. Damit die Melder vom Brandrauch ungehindert erreicht werden und

so schon Brände in der Entstehungsphase erkennen können, ist es wichtig,

dass sie an der Decke möglichst in der Raummitte angebracht werden. Wer

über eine Wohnung oder ein Haus mit mehreren Etagen verfügt, sollte auch

den Keller bzw. den Dachboden nicht vergessen.

Regelmäßige Wartung

Der beste Rauchmelder kann im Ernstfall nicht funktionieren, wenn z. B. die

Batterie leer oder der Rauchmelder stark verschmutzt ist. Daher ist eine

regelmäßige Wartung unbedingt notwendig. „Eigentümer, die ihre Wohnung

oder ihr Haus selbst bewohnen, sind für die Funktionsfähigkeit ihrer

Rauchmelder persönlich verantwortlich. Die Wartung beinhaltet u. a. das

Drücken der Prüftaste nach Herstellerangaben, um zu schauen, ob die

Batterie und der Alarmgeber noch funktionieren. Des Weiteren sollte auch

genau kontrolliert werden, ob die Öffnungen am Rauchmelder frei von Staub

und Flusen sind. Unabhängig vom Drücken der Prüftaste ist ein

Batteriewechsel erforderlich, wenn der Rauchmelder einen Warnton

aussendet“, so Mike Filzen, Pressesprecher der Feuerwehr Essen.

Wer mit der Installation und der Wartung ganz auf Nummer sicher gehen will,

beauftragt am besten einen Dienstleister, der z. B. den bundesweiten

Standard des Forums Brandrauchprävention „Q-Geprüfte Fachkraft für

Rauchwarnmelder“ erfüllt und damit über die geeigneten Qualifikationen

verfügt.

Ob der Vermieter oder der Mieter für die Wartung zuständig ist, ist in den

Bundesländern unterschiedlich geregelt. Alle Informationen zur

Rauchmelderpflicht in den Bundesländern und zu Rauchmeldern allgemein

finden Sie unter www.rauchmelder-lebensretter.de

Text: Kathrin Zimmermann


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